
Hormonspirale
Wie wird sie eingelegt?
Einlegen, Entfernen und Wechseln der Hormonspirale sind in der Regel unkompliziert. Mindestens einmal im Jahr sollte der Frauenarzt den Sitz der Spirale kontrollieren.
Eine gute Vorbereitung muss sein
Frauen, die sich für eine Hormonspirale entschieden haben, können sich vertrauensvoll an ihren Frauenarzt wenden. In einem vorherigen Beratungsgespräch klärt dieser alle noch offenen Fragen. Anschließend führt der Arzt eine gründliche gynäkologische Untersuchung durch, um die Größe und Lage der Gebärmutter zu bestimmen und eine Schwangerschaft, eine Infektion oder andere sichtbare Erkrankungen im Genitalbereich auszuschließen. Erst wenn aus medizinischer Sicht nichts gegen eine Hormonspirale einzuwenden ist, wird der Arzt das Einlegen vornehmen.
Das Einlegen selbst ist nur ein kurze Maßnahme
Am besten kann die Hormonspirale während der Monatsblutung eingelegt werden, weil der Gebärmutterhals zu diesem Zeitpunkt ohnehin leicht geöffnet ist. Mithilfe einer dünnen Einführhilfe wird ein Röhrchen, in dem sich die Spirale befindet, durch die Scheide und den Muttermund in die Gebärmutter eingeführt. Dort wird die Spirale aus dem Röhrchen freigesetzt, sodass sich die beiden „Ärmchen“ öffnen und ihre T-Form entfalten können. Dadurch sitzt die Hormonspirale sicher in der Gebärmutter und kann nicht einfach herausrutschen. Zum Schluss werden die Rückholfäden auf die passende Länge gekürzt.
Gewöhnlich verläuft das Einlegen der Hormonspirale bis auf ein leichtes, einer Monatsblutung ähnelndes Ziehen im Unterbauch schmerzfrei. Die menstruationsähnlichen Beschwerden verschwinden jedoch in den meisten Fällen innerhalb weniger Tage. Dennoch können Sie, wenn Sie Angst vor Schmerzen haben sollten oder vor dem Einsetzen der Spirale sehr aufgeregt sind, Ihren Arzt um eine vorbeugende, schmerzstillende Behandlung bitten. Diese wird auch angewendet, wenn sich bei der gynäkologischen Untersuchung herausstellt, dass der Gebärmutterhalskanal eng ist und das Einlegen möglicherweise Schmerzen bereiten könnte. Diese Fälle treten allerdings nur sehr selten ein.
Sitzt die Hormonspirale richtig?
Unmittelbar nach dem Einlegen überprüft der Arzt die Lage der Spirale mithilfe von Ultraschall. Eine zweite Kontrolle findet nach der ersten Monatsblutung statt. Normalerweise liegt die Hormonspirale gut geschützt in der Gebärmutter und kann auch bei starker körperlicher Betätigung, etwa beim Sport, nicht verrutschen. Dennoch sollte der Frauenarzt nach den ersten beiden Kontrollen vorsichtshalber mindestens einmal im Jahr den korrekten Sitz der Spirale überprüfen. Diese Untersuchung, die ebenfalls mit Ultraschall durchgeführt wird, lässt sich gut mit der jährlichen Vorsorgeuntersuchung verbinden. Treten unerwartete Beschwerden auf, sollte der Frauenarzt auch außerhalb der verabredeten Kontrolltermine aufgesucht werden.
Nach fünf Jahren ist ein Wechsel fällig
Spätestens nach fünf Jahren ist es Zeit, die Hormonspirale entfernen oder wechseln zu lassen, weil dann das Hormondepot aufgebraucht ist und die Spirale ihre Wirksamkeit verliert. Ein spezieller Pass, in dem Einlege- und Entfernungsdatum vermerkt sind, kann Sie daran erinnern. Auf Wunsch, z.B. bei Kinderwunsch, ist das Entfernen der Hormonspirale selbstverständlich auch früher möglich. Anders als beim Einlegen kann die Spirale unabhängig von der Menstruation entfernt werden. An den Rückholfäden wird die Spirale herausgezogen. Das Herausnehmen der Spirale ist unkompliziert und erfolgt durch den Frauenarzt bzw. die Frauenärztin.
Die neue Spirale kann sofort eingesetzt werden
Besteht auch nach fünf Jahren Tragezeit der Wunsch, weiterhin mit der Hormonspirale zu verhüten, ist es möglich, sie auszutauschen. Eine Pause ist nicht notwendig: Sofort nach dem Entfernen der alten Spirale kann die neue eingelegt werden. Um das Einsetzen zu erleichtern, sollte der Wechsel wie schon das Einlegen der ersten Spirale während der Monatsblutung erfolgen. Beim Wechsel der Spirale ist die Frau vom ersten Tag an vor einer Schwangerschaft geschützt.




